Bin das eigentlich noch ich?
Normal. Unbeständig. Haltlos. Und ich verachte doch den Blick in den Spiegel, trotzdem scheint meine Eitelkeit mich zu Verhasstem anzutreiben. Die Gedanken schweifen erneut ab zu dir und lassen mein Spiegelbild verschwimmen. Rotlicht. Meine Lippen wirken so blass, als hätte ich ewig nicht mehr geatmet. “Zieh den Bauch ein”, sag ich direkt in meine Augen und kräusle die Nase. Wieder verschwende ich meine Gedanken an dich; ich spüre, das mir all das nicht mehr lange gut tun wird. Und ein schmieriger Fleck auf dem verspiegelten Glas scheint mein linkes Auge zu rauben. Ich lege meine Hand darüber, bin nur noch ein halbes Gesicht und denke: Das bist du. So fühlst du dich. Nur zur Hälfte da.
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