gedanken bei nacht

Veröffentlicht auf von mollymolly

Gerade sitze ich in meinem dunklen Zimmer, starre hinaus in die Nacht, die erste Nacht des Jahres, und stelle von Minute zu Minute mehr fest, wie wunderschön sie doch ist. Dabei handelt es sich nicht einmal um eine der besonders klischeehaften schönen Nächte, wie man sie aus Filmen kennt: Mit endlos weiten Sternenhimmeln, einem wunderschön strahlenden Mond … nein … da draußen am Himmel ist nichts. Kein einziger Stern, kein Mond dessen Schönheit dich dazu bringt Tränen zu vergießen … rein gar nichts. Es ist schlicht und einfach schwarz.

Wende ich meine Augen länger ab vom Monitor und lasse ihnen Zeit sich an diese Schwärze zu gewöhnen, dann werden Umrisse der umstehenden Häuser klarer, die sanft in gelbliches Licht der Straßenlaterne getaucht sind. Und ich finde irgendwie hamonieren sie perfekt.

Zufriedenheit wie diese sucht man oft vergeblich und gerade dann, wenn man gar nicht direkt nach ihr gesucht hat, dann ist sie plötzlich da. Gerade jetzt, wo ich darüber schreibe, packt sie mich besonders. Diese Zufriedenheit, die sich in Liebe verwandelt. Liebe, die ich in diesen Augenblick für alles und jeden hier empfinde.Es fühlt sich an, warme Fingerspitzen, die mein Herz streicheln.

Ich schreibe nicht, um euch von diesem Gefühl vorzuschwärmen. Ich möchte euch nicht erzählen, dass dieses Gefühl und ich uns gesucht und für immer gefunden haben. Vor allem nicht denen, die - wie ich - ständig auf der Suche danach sind. Möchte euch nicht von etwas vorschwärmen, das auch ihr herbeisehnt. Mir ergeht es wohl ähnlich wie euch: Es kommt, wenn es kommt, es geht, wenn es geht. Ich weiß nur, dass ich mich, wenn es mich das nächste Mal „verlässt“, daran erinnern möchte, wie es war. Was genau ich getan, was genau ich gefühlt habe. Natürlich unterstelle ich diesem Gefühl nun etwas sehr böses. Ich glaube nicht wirklich, dass es mich verlässt. Ich möchte mich an die Wärme erinnern, wenn ich das nächste Mal wieder zu blind bin um zu sehen, dass es genau dort ist, wo ich es auch jetzt vorfinde. Das es mich nie verlassen hat.

 

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