leben lieben

Veröffentlicht auf von mollymolly

Seufzend schaute sie ihn von der Seite aus im Bett an. Versuchte, aus seinem Blick schlau zu werden. Sie schaute in seine Augen, in denen sie sich so oft verloren und wiedergefunden hatte. Sie fuhr sich durch die Haare und fragte ihn noch einmal, diesmal bloß mit mehr Nachdruck: “Denkst du ab und zu an mich?” - Sie wusste nicht, was für eine Antwort sie darauf bekäme. Stirnrunzelnd schaute er abwesend auf ihre Finger, die sie mittlerweile auf seine gelegt hatte. Er nahm seine Hand weg und kreiste mit seinen Fingerspitzen über ihren Handrücken. Ruhig wartete sie, mittlerweile hatte sie sich mit dem Gedanken, keine Antwort darauf zu bekommen, angefreundet. Er atmete tief ein und sagte mit klarer, fester Stimme: “Nein.” Sie stockte. Wendete ihr Gesicht ab, damit er ihre aufsteigenden Tränen nicht sehen konnte. Sie spürte einen Kloß im Hals und schämte sich dafür. Er rutschte näher an sie ran und hob ihr widerspenstiges Gesicht mit dem Zeigefinger zu sich an. Mit der linken Hand berührte er ihre Wange und hielt sie fest, wischte mit dem Zeigefinger sanft eine Träne aus ihrem Auge und streichelte zart ihre Wange. Doch so schnell er eine Träne weggewischt hatte, so schnell füllten sich ihre Augen erneut mit Tränen. Er sah ihr tief in die Augen und strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht. Streichelte sie über ihre Haare und schloss für einen kurzen Moment die Augen und räusperte sich. Er sah sie wieder an. Hob seine Stimme ein wenig und sagte mit nicht mehr so fester, sondern mittlerweile mit brüchiger, kalter Stimme: “Ich habe nur einmal an dich gedacht. Und dieser Gedanke hat mich nie losgelassen. Ich dachte, das würdest du wissen.” Stille. Als Antwort küsst sie ihn. Er hatte ihr mal wieder den Atem geraubt, sodass Worte unmöglich waren.

Werbung
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post