Willkommen in der Realität. Ich habe dich nicht vermisst.

Veröffentlicht auf von mollymolly

Diese Abschiede, die nach süßer Verzweiflung schmecken. Man weiß, dass man gehen muss, dass man sich wieder sehen wird. Und dennoch: Diese kurzen Momente der Gewissheit, dass es jetzt Zeit ist, zerstört einen kleinen Teil in sich selbst. Alle Worte gesagt, doch sind es zu wenig und eigentlich hat man doch nichts gesagt. Seufzen und langsam, andächtig, das Telefon sinken lassen. Nicht den Knopf finden wollen, weil man es nicht beendet wissen will. Die Hand bahnt sich wie in Trance sich ihren Weg dorthin, der letzte Ton erscheint. “Es ist zu Ende”, flüstert etwas in mir. Seine Worte hallen noch in mir wieder, sein anmutiges und ansteckendes Lachen füllt immer noch mein Herz. Für einen kurzen Moment hat mich die Realität wieder. Ich fange mich, verfalle wieder in den immer wieder zu kurz andauernden Traum. Ein letztes Mal hole ich tief Luft, präge mir seine Stimme ein, wie er atmet, wenn er schweigt. Ein letztes Mal spüre ich seine Nähe und die Illusion zerplatzt wie eine Seifenblase. So nah und doch so fern.

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